Auch diese Woche werden wir mit einem neuen Release Candidate für den Kernel 2.6.29 beglückt.
Diese siebte Version behebt einige gravierende Fehler im neuen Netzwerktreiber ATL1c und ebenso in einem Treiber für den Firewire-DVB-Empfänger FireDTV, der bis vor einer Woche noch als firesat bekannt war. Frei nach dem Motto "Neue Treiber können keine Rückschritte machen" (Original: "new drivers can't regress") haben diese noch Eingang in der Kernel gefunden, brachten aber anscheinend Probleme mit sich wenn sie in den Kernel mit hinein kompiliert wurden, ob man die entsprechende Hardware nun nutzte oder nicht. Im Vergleich dazu hält sich der Rest der Änderungen seit -rc6 in Grenzen, es handelt sich dabei in erster Linie um kleinere Korrekturen im Bereich der Treiber.
Umso näher die Zahl hinter dem "-rc" an die "10" herankommt, umso mehr juckt es Torvalds, eine End-Version daraus zu machen. Dass aufgrund der noch recht langen Liste an Problemen zumindest ein -rc8 ausstehen dürfte, kann er trotzdem nicht verleugnen.
Apropos Kernel: Ubuntu-Anwender, die gerne mal den unangepassten Vanilla-Kernel ausprobieren möchten, jedoch das Herunterladen und Kompilieren scheuen, können nun auf ein Personal Package Archive zurückgreifen, das fertige Pakete verschiedenster Kernel-Versionen enthält. Eine ausführliche Beschreibung findet sich im Ubuntu-Wiki: Kernel Mainline Builds
Dazu sei jedoch gesagt, dass weiterhin die Verwendung des Ubuntu-Kernel von den Ubuntu-Entwicklern empfohlen wird. Speziell die Verwendung des Entwickler-Kernels kann bisweilen seltsame Früchte tragen, sodass vom Einsatz auf produktiven Systemen abgeraten wird.
Quellen: Linux Kernel Mailing List, Ikhaya
