So fügt zum Beispiel Radio Bremen auf seiner Webseite aktuellen Meldungen eine dynamische OpenStreetMap-Karte von der betreffenden Region hinzu. Schön zu sehen etwa bei dieser Meldung. Und schön auch: In der Ecke der Karte wird auf OpenStreetMap und die Lizenzseite der CreativeCommons verlinkt.

Der WDR geht sogar noch ein bisschen weiter: Es wird nicht nur eine dynamische Karte eingebunden, sondern auch vom Recht auf Weiterbearbeitung Gebrauch gemacht. So wird zur Meldung eines Bohrer-Unglücks in Kamen die Unglücksstelle auf dieser Karte eingezeichnet, die offensichtlich von OpenStreetMap stammt:

Mit den Rechten scheint man es weniger genau zu nehmen: Es fällt auf, dass OpenStreetMap mit keinem Wort, geschweige denn Link, erwähnt wird. Da der WDR bei seinen eigenen Inhalten viel Wert auf Urheberrecht legt, habe ich dann einfach mal nachgefragt. Seitens des WDR verweist man auf die „Metadaten“ des Dokuments. Sprich: Der Alternativtext des Bildes enthalte den gewünschten Verweis. Und der Internet Explorer zeigt dies dann ja auch in einem Tooltip an.
Im Firefox erhält man die Information, wenn man sich die Eigenschaften des Bildes anzeigen lässt:

Das ist nicht nur kaum zu finden, die Angaben sind auch mehr als dürftig. So ist zwar der Hinweis auf OpenStreetMap enthalten, aber keiner auf die Lizenz des Kartenmaterials. Und die CC-BY-SA verlangt ja, auch Bearbeitungen unter der gleichen Lizenz freizugeben.
Nach meinem Hinweis ist man immerhin dazu übergegangen, den Hinweis auch allgemein lesbar auf der großen Version des Bildes anzubringen:

Ein Link auf Projekt und Lizenz lasse sich „aus technischen Gründen“ nicht anbringen. Die Schwierigkeit kann ich nachvollziehen, und die vorgenommene Änderung zeigt ja auch eine gewisse Bereitschaft, seine Pflichten zu erfüllen. Nur weiß wohl kaum jemand, was sich hinter dem kryptischen Kürzel CC-BY-SA verbirgt. Ohne dieses Wissen kann man aber auch von seinen Rechten keinen Gebrauch machen. Und ob die gewählte Form der Quellenangaben den formalen Anforderungen entspricht, überlasse ich dem Urteil der Leserinnen und Leser.