Als die letzte richtungsweisende Entscheidung anstand, habe ich mich deswegen für einen handelsüblichen Festplattenrecorder entschieden. Funktioniert mit Kabel auch super. Nach dem Umzug gab es dann kein Kabel mehr, nur noch DVB-T. Da habe ich das erste Mal an der Richtigkeit meiner Entscheidung gezweifelt, aber wieder war es einfacher, eben einen DVB-T-Tuner zu kaufen. Sogar einen teuren mit Doppeltuner, damit man gleichzeitig Fernsehen und etwas anderes aufnehmen kann.
Tja, was soll man sagen: Der neue Fernseher hat jetzt selbst einen DVB-T-Tuner integriert, und der alte Tuner gibt seinen Geist auf. Sollte er eigentlich noch nicht, so alt ist er nun auch wieder nicht. Aber die Garantie ist leider schon vorbei. Nun ist guter Rat teuer, denn wenn so gute Filme wie Am Ende kommen Touristen immer nur unter der Woche nach Mitternacht laufen, braucht man nunmal einen Videorecorder.
Mein alter PC ist sowieso schon an den Fernseher angeschlossen (TORCS macht sich am Fernseher mit Gamepad einfach besser …), also musste er für den Zweck herhalten. Ein USB-DVB-T-Stick ließ sich auch noch auftreiben, so fehlte nur noch die passende Software. Moovida ist zwar mein favorisiertes Media-Center, aber Aufnehmen kann man damit leider nicht. MythTV scheint aber ein ganz schönes Biest zu sein, und ich hatte keine große Lust, das mal eben an einem Abend zu installieren.
Am Ende habe ich eine schöne Lösung gefunden: Me TV ist eine übersichtliche GNOME-Anwendung, mit der man fernsehen und aufnehmen kann. Über den elektronischen Programmführer (EPG) lassen sich ganz einfach Sendungen auswählen und zur Aufnahme vormerken. Mehr brauche ich eigentlich gar nicht.
Das Resultat lässt sich dann mit DVBCut noch fix zurechtschneiden, um z.B. überschüssige Minuten an Anfang und Ende (oder Werbung, falls auf den Privaten doch mal was Gescheites läuft) loszuwerden. Das Qt3-Programm sieht unter GNOME zwar furchbar aus, erfüllt aber seinen Zweck. Avidemux dagegen macht mit DVB-Material eher Probleme, so dass Bild und Ton schnell nicht mehr synchron laufen.Der erste Schritt ist jetzt getan. Und vielleicht ringe ich mich doch irgendwann noch mal dazu durch, einen richtigen Home-Theatre-PC anzuschaffen. Im Augenblick macht mich ja der Revo von Acer an, bei dem braucht man nicht mal selbst zu schrauben. Aber bis dahin läuft es auch so.