Selten waren Darwin und Moses so einträchtig – SyncEvolution und Genesis sind in neuen Versionen erschienen und bringen PIM-Synchronisierung unter GNOME wieder einen Schritt voran.
SyncEvolution ist mittlerweile kein Freizeitprojekt mehr, sondern die offizielle Sync-Lösung von Moblin/MeeGo. Kein Wunder, dass die Entwicklung seit der letzten stabilen Version deutliche Schritte voran gemacht hat. Neu ist eine eigene GUI, aber auch unter der Haube hat sich einiges getan. Wer sich für die Details interessiert, dem sei die offizielle Release-Mitteilung ans Herz gelegt.
Schon zwei Tage vor dem Release von SyncEvolution 1.0 ist die darauf aufbauende Version 0.6 von Genesis, meinem leichtgewichtigen SyncEvolution-Frontend, erschienen. Die neue Version trägt dem geänderten Umfeld Rechnung, in dem Genesis steht: Der SyncEvolution-Kern bietet bessere Möglichkeiten, Frontends anzubinden und mit sync-ui bringt SyncEvolution nun selbst ein mächtiges Konfigurationswerkzeug mit. Aber auch Ubuntu hat mit dem AppIndicator das Benachrichtigungsfeld kräftig umgekrempelt und nebenbei schon wieder ein neues Icon-Thema für Panel-Icons etabliert.
All das hat dazu geführt, Genesis noch einmal (fast) von Grund auf neu zu schreiben. Es ist nur noch der Code aus den bisherigen Versionen übernommen worden, der nach wie vor gebraucht wird. Genesis setzt diesmal auf Quickly auf (über das ich ja schon einmal ausführlicher geschrieben habe). Dies soll vor allem neue Releases einfacher machen, da Quickly sich um den Paketbau und den Upload ins PPA kümmert. Auch für Quickly war dies ein guter Alltagstest, und nebenbei konnten ein paar Bugs identifiziert und behoben werden.
Viel Spaß mit der neuen Version!