Es ist ja eigentlich nichts neues. Bill Gates hat schon immer andere Systeme, und erst recht, Neuerungen, belächelt. Nun hat B. Gates sich über das angekündigte Chrome OS von Google geäußert, und es als eine von vielen Linuxvarianten bezeichnet.
Okay, vielleicht wird es das nur, man wird es sehen. Aber diese Überheblichkeit finde ich ziemlich... arm. Hochmut kommt vor dem Fall, oder wie heißt es so schön?
Früher war es das Internet, was belächelt wurde, irgendwann haben sie dann doch das Potential entdeckt. Und hätten sie nicht das Konzept, mithilfe der Hardwarehersteller alle mögliche Software an den Mann / die Frau zu bringen, wäre der IE wohl so ziemlich an jedem vorbei gegangen.
Vielleicht sollte man wirklich mal nicht immer die Konkurrenz sehen, sondern mal einen ganz anderen Punkt. Nämlich den, dass eine Monokultur, egal in welchem Umfeld, immer eine gewisse Gefahr enthält. Im Falle von Windows (und das ist ja fast eine Monokultur, also eine übermäßige Verbreitung) ist es die weite Verbreitung von Schädlingen jeder Art. Wäre nun Linux so weit verbreitet, gäbe es dafür bestimmt auch eine ebensolche Verbreitung der Schädlinge, auch wenn das Konzept unter Linux m. E. da einiges von verhindert. Aber grundsätzlich wäre die Gefahr ebenso da.
Gleiches gilt natürlich für Mac, was ja immerhin einen unixoiden Unterbau hat, wenn ich das richtig sehe.
Gäbe es nun eine relativ ausgeglichene Aufteilung der Betriebssysteme (egal ob gut oder schlecht (liegt eh im Auge des Betrachters)), so wäre es um die Gefahr aus der Sicht bestimmt wesentlich besser bestellt. Kein Skriptkiddie wüsste, auf welches System es sich einschießen soll. *g*
Selbst wenn's ich dann alle an einen gewissen Standard zum Austausch von Daten halten, so ist das doch immer noch besser.
Natürlich gibt es immer noch die Missionare (So eine Phase hatte ich auch mal zwischenzeitlich *g*) die anderen versuchen, das selbst betriebene System anzupreisen, also quasi das System der Systeme. Aber selbst das kann ausgeglichen sein, denn es lassen sich erfahrungsgemäß kaum welche wirklich missionieren, die meisten tun einen ja als Spinner ab.
Der einzige Punkt, zu einem anderen System zu wechseln wird immer sein, dass man mit dem derzeit benutzten - aus welchem Grunde auch immer - nicht (mehr) zufrieden ist.
Aber wieso ist es manchmal so schwer, anderen "ihr" System zu lassen, oder warum ist es so schwer, für MS zu akzeptieren, dass sie eben nicht das "Non Plus Ultra" anbieten? Klar, sie leben davon, sie scheffeln damit nicht gerade wenig Kohle. Würden sie etwas mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Benutzer (zum Beispiel eine gewisse Transparenz) eingehen, würde es bestimmt noch mal anders aussehen,Dann wären viele wohl nicht gewechselt, so werden sie aber damit meiner Meinung nach leben müssen, dass jedes "neue' System, welches auf den Markt kommt, ihnen wieder einen gewissen Marktanteil wegnehmen wird. Nur kann eine Linuxdistribution damit besser leben als MS.
So, das musste ich nach dem gelesen Artikel bei Heise einfach mal loswerden. ;o)